Aufnahme der Kaltbauweisen im Aktionsplan Nachhaltige Beschaffung-naBe steht kurz bevor!

Langjährige Forderung der Berufsgruppe Bitumenemulsionen wird erfüllt!

Die Erhaltung von Straßen spielt eine entscheidende Rolle für die Verkehrssicherheit, den Fahrkomfort und die Substanzerhaltung. Maßnahmen wie Griffigkeitsoptimierung, Ebenheitssicherung und Rissfüllung sind von großer Bedeutung und müssen maßnahmengerecht und zielgerichtet eingesetzt werden.

Bitumenemulsionen haben sich als äußerst effektive Lösung erwiesen, um diese Anforderungen zu erfüllen. Sie schützen Asphaltdeckschichten vor Feuchtigkeitseintritt, verlängern die Lebensdauer von Straßen und sorgen für eine nachhaltige Nutzung von Bestandstraßen um 5 bis 10 Jahre im Schnitt. Dies geschieht durch geringen Ressourcenverbrauch sowie durch den Einsatz von recyclierten Baustoffen und nachwachsenden Rohstoffen.

Der Einsatz von Kaltasphalttechnologien ermöglicht nicht nur die Verwendung von Recyclinggranulat, sondern auch die Nutzung von nachwachsenden Rohstoffen zur CO2-Bindung. Eine Beispielrechnung zeigt, dass eine 6%ige Bio-Ölmischung potenziell 185,4 kg CO2eq/t Bitumen einsparen und binden kann, was bereits einer Emissionsreduktion von etwa einem Drittel entspricht. Die Weiterentwicklung von Produkten, die den Einsatz von Recyclingasphalt oder biogenen Ersatzstoffen ermöglichen, muss daher aktiv in öffentlichen Beschaffungen gefördert werden.

Die Verwendung von umweltfreundlichen Baustoffen ist entscheidend, um die Ziele der EU im Rahmen des Green Deals zu erreichen und einen bedeutenden Beitrag zum Klima- und Umweltschutz zu leisten. Deshalb ist es notwendig, dass man im Aktionsplan Nachhaltige Beschaffung den CO2-Fußabdruck berücksichtigt, damit Umweltkriterien in den Ausschreibungen konkretisiert werden können.

Die Branche steht bereit, innovative Lösungen anzubieten, um gemeinsam die Herausforderungen im Straßenbau anzugehen und die Straßennetze nachhaltig zu erhalten.